Mineralstoffkunde · Chemie · 5 Min. Lesezeit

Oxid, Carbonat oder Citrat: So entschlüsseln Sie die Mineralverbindungen auf dem Etikett

Mineralstoff ist nicht gleich Mineralstoff. Auf der Zutatenliste steht das entscheidende chemische Detail: Die Art der Bindung bestimmt darüber, wie viel des enthaltenen Stoffs tatsächlich in den Blutkreislauf übergeht. STEINBLATT erklärt die Unterschiede zwischen günstigen anorganischen Salzen und hochwertigen organischen Chelaten.

1. Anorganische Oxide – Hoher Gehalt, niedrige Löslichkeit

Magnesiumoxid enthält rund 60 Prozent elementares Magnesium. Doch die Oxidbindung ist chemisch extrem fest und erfordert große Mengen Salzsäure zur Spaltung. Bei Personen mit geringer Magensäure passiert der Großteil des Oxids ungenutzt den Darm und kann abführend wirken.

2. Organische Citrate – Rasche Wasserlöslichkeit

Tri-Magnesiumdicitrat enthält zwar nur rund 15 bis 16 Prozent elementares Magnesium, ist jedoch hervorragend wasserlöslich und wird rasch über das Darmepithel aufgenommen. Es eignet sich ideal für Reinpulver zur täglichen Einnahme.

3. Aminosäure-Chelate – Die Königsklasse

Verbindungen wie Zinkbisglycinat schützen das Mineral durch zwei Glycin-Moleküle. Sie werden im Darm über Peptidtransporter resorbiert und behindern nicht die Aufnahme anderer Mineralstoffe wie Eisen oder Kupfer.

STEINBLATT Bindungs-Tabelle:

Achten Sie auf dem Etikett auf Bezeichnungen wie '-citrat', '-bisglycinat' oder '-malat' – diese organischen Formen garantieren maximale Resorption und höchste Magenfreundlichkeit.

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